130. Geburtstag von Bundesbruder Ernst Heinkel

Über 400 Flugzeugentwürfe tragen das legendäre „HE“ im Namen, über 500 Flugzeugentwürfe gehen auf ihn zurück: heute vor 130 Jahren, am 24. Januar 1888 wurde unser Alter Herr Ernst Heinkel in Grunbach im Remstal geboren. Er studierte Maschinenbau an der TH Stuttgart und trat in dieser Zeit der Burschenschaft Ghibellinia bei. Doch schon bald begannen sich Bundesbrüder große Sorgen um die Trinkfestigkeit des Bundesbruders mit dem Kneipnamen „Fläschle“ zu machen. Er verwendete zusehends mehr Zeit auf den Bau seines selbst konstruierten Doppeldeckers, mit dem er am 9. Juli 1911 seine ersten Flugversuche auf dem Cannstatter Wasen unternahm.  Nur wenige Tage später stürzte der damals 23-jährige Ernst Heinkel ab und wurde dabei schwer verletzt. Obwohl er sich nie wieder selbst an das Steuer eines Flugzeugs setzte, ließ ihn der Flugzeugbau nicht mehr los. Noch im selben Jahr begann er als Flugzeug-Konstrukteur bei der Luftverkehrs-Gesellschaft Johannisthal in Berlin zu arbeiten. Zwischen 1914 und 1918 war er Direktor der hansa-Brandenburgischen Flugzeugwerke in Brandenburg. Im Jahr 1922 gründete er schließlich seine eigene Firma, die Ernst Heinkel Flugzeugwerke.

Zu den größten Meilensteinen in der Laufbahn Heinkels im Flugzeugbau gehören wohl die Heinkel He 70 (Schnellverkehrsflugzeug), die He 111 (welche lange das Rückgrat der deutschen Bomberflotte bildete), die He 100 (brachte den internationalen geschwindigkeits-Weltrekord erstmals nach Deutschland), die He 178 (erstes Düsenflugzeug der Welt) und die He 162 (Düsenflugzeug „Volksjäger“).
Das Unternehmen von Bundesbruder Heinkel wuchs und hatte seine Blütezeit während des 2. Weltkriegs. Die Heinkel-Werke gehörten zu den großen Zulieferern der Luftwaffe. In 6 Hauptbetrieben und 27 Zweigstellen arbeiteten bis zu 52.000 Menschen. Nach dem Ende des Weltkrieges blieb Heinkel nur das Werk in Stuttgart-Zuffenhausen, in dem bereits kurz nach Kriegsende wieder Motorroller gebaut wurden.

Ab 1953 widmete sich Heinkel mit Aufträgen aus dem Ausland erneut Triebwerken und Flugzeugen.
Als ab 1955 wieder eine deutsche Luftfahrtindustrie aufgebaut werden durfte, stand Heinkel bereits wieder mit großem Tatendrang und Ideen parat. Neben der Idee, erfolgreiche ausländische Flugzeuge in Lizenz zu bauen um den Anschluss an die ausländischen Luftfahrtindustrien wieder zu schaffen, gab es auch Pläne für neue, strahlgetriebene Verkehrsflugzeuge mit dem Kürzel „He“.

Inmitten dieses Tatendrangs verstarb Ernst Heinkel am 30. Januar 1958 nur wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag. Wir erinnern heute an genialen Flugzeugbauer, der den Fortschritt der Luftfahrt bis zuletzt unermüdlich vorangetrieben hat. Nicht zuletzt erinnern wir aber auch an einen Ghibellinen, der seinem Band und Bund treu verbunden war.

Digitalisierung der Gesellschaft – Bitcoin, das Geld der Zukunft?

Auf welche Herausforderungen müssen sich deutsche Unternehmen im Zuge der Digitalisierung einstellen? Wo liegen die Schwachpunkte unserer Industrie im internationalen Vergleich? Welche Rolle spielen sogenannte Kryptowährungen wie  Bitcoin in diesem Zusammenhang? Diese und weitere Fragen warf am 22. November Claus-Peter Praeg, Themenbeauftragter für Finanzdienstleistungen beim Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, bei einem Burschenschaftlichen Abend auf dem Haus unserer Ghibellinia auf. Etliche Bundesbrüder sowie interessierte Gäste waren daher zu dem Vortragsabend gekommen. Praeg teilte seine Ausführungen in zwei Bereiche: Im ersten Teil ging er generell  auf die Digitalisierung der Gesellschaft ein. Teil zwei sollte sich anschließend mit der Thematik der Kryptowährungen beschäftigen. Ob Social Media, Industrie 4.0 oder Internet of Things – der digitale Aufbruch der vergangenen Jahre und Jahrzehnte bringt für unsere Gesellschaft neben immer neuen englischen Fachausdrücken auch immer wieder revolutionäre Technologien hervor, die Teil unseres alltäglichen Lebens werden. Was verstehen wir aber eigentlich unter Digitalisierung? Praeg erläuterte die geschichtliche Abfolge von den ersten digitalen Automatisierungsprozessen in den 50er und 60er Jahren über die Etablierung des Internets in den 90ern bis hin zum intelligenten Haus und dem autonomen Reisen, den Themen aktueller wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Debatten der Gegenwart.

 

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Weihnachtsessen der Aktivitas

Ob bei Versäumnissen von Fristen, beim Zuspätkommen zu Veranstaltungen oder bei unentschuldigtem Fehlen: Der Fechtwart als Hüter der Knobelkasse muss im Laufe des Jahres einige Beireitungen an die säumigen Bundesbrüder aussprechen. In den vergangenen Jahren hat sich dabei die Tradition ergeben, dass die gesammelten Strafen am Ende des Jahres beim Weihnachtsessen der Aktivitas zum Wohle aller Aktiven wieder ausgegeben werden. Für das diesjährige Festmahl hatten sich auf dem Convent der Fuxmajor und der Fux Christopher bereit erklärt, ein Menü aufzustellen und zu kochen.

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Weihnachtsfeierlichkeiten auf dem Ghibellinenhaus

Wie jedes Jahr in der Adventszeit versammelten sich auch dieses Jahr am 8.  Dezember wieder zahlreiche Ghibellinen auf unserem Haus zur Weihnachtskneipe. Munter wurde auch an diesem Tag wieder gesungen und gelacht, es herrschte gute Stimmung und der ein oder andere hatte die Gelegenheit, sich auch mit Bundesbrüdern, die er länger nicht gesehen hatte, bei einem kühlen Bier zu unterhalten.

Programmlicher Höhepunkt des Abends war diesmal die Festrede unseres Gastes Harald Kirchner. Als politischer Redakteur des SWR Fernsehens war dieser bestens geeignet für das Thema der Rede: „Regieren am Bürger vorbei – wie bürgernah ist die Politik in Deutschland?“ Eindrucksvoll machte er auf die Unterschiede in Politik und auch dem politischen Interesse in der Bevölkerung zwischen heute und früher aufmerksam. Tatsache sei, dass der Großteil der Wählerschaft sich immer mehr von den aktuellen Geschehnissen in der Politik distanziere. (mehr …)

In Traifelberg, um Traifelberg und um Traifelberg herum

Zum letzten Novemberwochenende konnten wir weit über dreißig Teilnehmer auf  unserer Hütte zu unserer Fußgängerrallye begrüßen. Angereist sind unsere Gäste am Freitagabend nicht nur aus dem Raum Stuttgart, sondern auch aus dem schönen Braunschweig und Aachen. Nach einer kräftigen Stärkung der Ankömmlinge mit einer ordentlichen Portion Wurstsalat wurde die Menge in kleinere Gruppen aufgeteilt. Es galt sogleich einen Gruppennamen zu finden und die ersten Punkte bei einem Quiz zur deutschen Geschichte, aktueller Bundespolitik und zum akademischen Fechten zu sammeln. Weitere Aufgaben waren der Bau eines Kartenhauses, und das Balancieren und Schätzen von
Gegenständen.

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Aktivitas sportlich unterwegs

Willkommene Abwechslungen zum Studium boten Anfang des Semesters der Besuch der Bowlingarena in Feuerbach, unser Ausflug zur Kartbahn in Gärtringen und das Kleinfeldspiel in der Fellbacher Fußballhalle.  Das  Bowlingzentrum besuchten wir zu elft. Zum Kartrennen traten 13 Bundesbrüder und Gäste an und mit acht Hausbewohnern und Aktiven konnten wir uns 60 Minuten lang auf das Runde und das Eckige konzentrieren. Veranstaltungen wie diese bieten eine gute Gelegenheit, sich auch über das häusliche Zusammenwohnen hinaus besser kennen zu lernen und den Zusammenhalt zu festigen. Die Aktiven möchten sich auch bei der Altherrenschaft herzlich bedanken, die hier und da einen finanziellen Zuschuss beisteuerte.

Semesterantrittskneipe auf dem Ghibellinenhaus

In diesem Semester trafen wir uns nicht wie am gewohnten Freitag, sondern alle samstags am 21. Oktober auf unserem schönen Ghibellinienhaus, um den Semesterbeginn gebührend zu feiern. Neben den Burschen und Alten Herren waren vor allem auch viele unserer neuen Hausgäste, in unseren kleinen Kneipe vertreten. Der erste Höhepunkt des Offizes war sicherlich die Antrittsrede unseres neuen Sprechers Vincent Krein Z!. Er machte uns das kommende Semester schmackhaft und ging vor allem auf das Thema Bitcoins ein, dem wir später im Semester auch noch einen Burschenschaftlichen Abend widmen wollen. Den zweiten Höhepunkt bildete die Übergabe des Fuxenbandes an unseren jüngsten Aktiven Jonathan, den wir bereits am ersten Convent aufgenommen hatten. Auch unser Altherrenvorsitzender Bundesbruder Sterkel Z! ließ es sich nicht nehmen, den neuen Fux und auch die Hausbewohner zu begrüßen. Im Anschluss an das Offiz konnte wieder ein vorzügliches Kneipessen genossen werden, ehe Bundesbruder Mades Z! im Inoffiz die Zügel in der Hand hielt. Zu später Stunde beschlossen wir, dass eine Hochkneipe genau das Richtige sei, um den Abend schön ausklingen zu lassen.

Semesterprogramm Wintersemester 17/18

Rechtzeitig vor Vorlesungsbeginn präsentieren wir das neue Semesterprogramm für das anstehende Wintersemester 2017/18. Nachdem das Ergebnis der Bundestagswahl noch ganz frisch ist und die Koalitionsverhandlungen erst beginnen, starten auch wir gleich politisch ins Semester: Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende und Sprecher für Verkehr und Infrastruktur Jochen Haußmann hält im Rahmen des 1. DCBAs einen Vortrag zum Thema "Mit Verboten zurück ins Mittelalter? Eine soziale Marktwirtschaft braucht eine innovative Verkehrspolitik". Er wählt damit eines der aktuellen Stuttgarter Kernthemen und legt dieses aus Sicht der Opposition im Landtag dar.

Um den Schwung und die Motivation der ersten Vorlesungswoche mitzunehmen, warten am ersten Wochenende der Vorlesungszeit gleich zwei Kneipen auf uns: die Einheitskneipe des Stuttgarter DC (auf dem Haus der B! Hilaritas) und unsere eigene Semesterantrittskneipe am Tag darauf. Wir freuen uns darauf, zu beiden Veranstaltungen zahlreiche Bundesbrüder und Gäste willkommen heißen zu dürfen.

Weiterhin erwarten uns dieses Semester noch zahlreiche Vorträge, unter anderem zu den Themen "Bitcoin - das Geld der Zukunft" und "Deutsche Sprache - Entwicklung, Leiden, Zukunft". Details können unserem Semesterprogramm entnommen werden.

Wir wünschen allen Freunden der Ghibellinia einen erfolgreichen Start in das Wintersemester!

Burschentag in Jena

Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Burschentag 2017 war eine überaus gelungene Veranstaltung, an der sich alle teilnehmenden Ghibellinen – Aktive, Alte Herren und Gäste der Ghibellinia – erfreuten. Das von der Vorsitzenden, der Saarbrücker Burschenschaft Germania, erarbeitete ausgewogene und interessante Programm der Verbandstagung erstreckte sich vom Donnerstagnachmittag am 28. September bis hin zum Sonntagmittag am 1. Oktober. Die Stimmung unter den 27 ADB-Mitgliedsbünden, die allesamt Vertreter entsandt hatten, war sehr harmonisch und überaus respektvoll. Gerade im Vergleich zu den Burschentagen unmittelbar vor unserem Austritt aus der Deutschen Burschenschaft 2013 muss das konstruktive Arbeitsklima und das stets ehrenhafte Verhalten aller Verbandsbrüder untereinander hervorgehoben werden. Als ein kleiner Wermutstropfen darf allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass die Veranstalter auf größere Beteiligung gehofft hatten. Dass die Teilnehmerzahl des letztjährigen Gründungsburschentags nicht ganz erreicht werden würde, war zwar allen klar. Dennoch spiegelt auch die Mannstärke unserer Ghibellinia die Diskrepanz zum letzten Jahr wider. Insofern kann man heute schon allen ADB-Burschenschaftern die Teilnahme am Burschentag 2018 nur empfehlen.

Für den Donnerstagnachmittag stand eine Kranzniederlegung am Burschenschaftsdenkmal in Eisenach auf dem Plan. Nach einer Begehung des Denkmals und einem erfrischenden thüringischen Bier im Berghotel direkt daneben fuhr unsere Ghibellinendelegation zum eigentlichen Tagungsort nach Jena weiter. Dort stand für den Abend das Totengedenken an der Grünen Tanne an – an dem Ort, wo 1815 die Urburschenschaft von Jenaer Studenten gegründet worden war. Die Grüne Tanne beherbergt im Erdgeschoss eine Kneipe und in den oberen Stockwerken die Verbindungsräume der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller. Dort ließen wir aktiven Ghibellinen anschließend den Anreisetag gemeinsam mit unseren Freundschaftsbrüdern der Aachener Burschenschaft Alania und weiteren Verbandsbrüdern ausklingen.

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Von bedrohten Insekten und vergessenen Dichtern

Zu einem besonderen Stammtisch hatte unser Aktivensprecher am 8. August auf das Ghibellinenhaus eingeladen. Denn ein besonderer Gast war für diesen Dienstagabend angekündigt worden, namentlich Hartmut Deckert, Sohn unseres vor knapp 20 Jahren verstorbenen Alten Herrn Alfred „Affi” Deckert. Zu diesem Anlass lagen auf den Tischen die Kriegstagebücher unseres Bundesbruders Deckert aus.

Nach einer kurzen Vorstellung seiner Person war es für Hartmut Deckert eine Herzensangelegenheit auf die Wichtigkeit unserer Insektenwelt hinzuweisen. Dem begeisterten Naturfreund, der nach eigener Bekundung und dem Urteil unseres Bundesbruders Hubert Grosser einen sehr großen und artenreichen Garten an seinem Haus in Kleinaspach sein Eigen nennt, ist das Verschwinden und der Rückzug diverser Insektenarten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nicht verborgen geblieben. Dies führt er auf den verstärkten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Agrarwirtschaft und der Monokultivierung der Saatfelder zurück. Deckerts Credo lautet daher, dass jede Privatperson für sich im Kleinen dieser Entwicklung entgegentreten solle, indem sie auf eine reichhaltige Auswahl an Pflanzen setzen möge. Auf die große Politik, die seiner Meinung nach die Tragweite des Insektensterbens nicht sieht und nur vage und unverbindliche Stellungnahmen dazu abgibt, möchte er sich nicht verlassen. In bestimmten Regionen der Erde müsse man bereits per Hand Früchte bestäuben, da die Insekten dort nicht mehr beheimatet seien.

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